Musterbrief 2

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Musterbrief 2

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An das
Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8

26122 Oldenburg

 

Einwendung im Raumordnungsverfahren Netzausbau Strom 380 kV Höchstspannungs- leitung Conneforde – Cloppenburg – Merzen und Konverterstationen, Trassenvariante C

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Jäger und Naturschützer bin ich auf dem Hintergrund des geplanten Baus der 380.000 Volt Überlandstromtrasse in tiefer Sorge um die zukünftige Entwicklung unseres unmittelbaren Le- bensumfeldes und unserer Ortschaft. Nach dem Bau wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. In das Leben meiner Familie, in das Leben unserer kleinen Kinder, in das Leben meiner Nachbarn und Freunde wird in unerträglicher Weise eingegriffen. Weltweit wird seit vielen Jah- ren nämlich von den negativen gesundheitlichen Folgen, die von Hochspannungsleitungen ausgehen könnten, berichtet. Ein Blick in das Archiv seriöser Zeitungen genügt, um viele Bele- ge dafür zu erhalten.

Auch die jetzt noch in der näheren und weiteren Umgebung lebenden zahlreichen Tierarten würden mit dem Bau der Überlandstromtrasse, so befürchten wir, zum größten Teil gänzlich verjagt und/oder aussterben. Oft habe ich mit meinen Kindern mit großer Freude unter ande- rem Rehe, Kiebitze, Falken, Eulen, Fledermäuse und Spechte beobachten können. Das soll in Zukunft auch so bleiben.

Unsere Kinder spielen fast jeden Tag mehrere Stunden im Freien. Falls die Überland-Stromtrasse gebaut werden würde, befürchten wir auf Dauer gesundheitliche Beeinträchtigungen beziehungsweise Schädigungen aufgrund der dann auftretenden elektromagnetischen Felder: Vor allem für Kinder, kranke und alte Menschen. Auch haben wir Angst vor den gesundheitlichen Gefahren beim Ausüben sportlicher Aktivitäten. Und wir fürchten um unsere Tages- und Nachtruhe, da vor allem bei Schlechtwetterlagen mit deutlich hörbaren prasselnden Geräuschen durch elektrische Entladungen gerechnet werden muss. Unsere derzeit bestehende Erholungs-, Lebens- und Wohnqualität wird grundsätzlich mit dem Bau der Tasse stark beeinträchtigt beziehungsweise geht völlig verloren. Und durch die sichtbare Nähe der geplanten Überlandstromtrasse befürchten wir im Falle der Notwendigkeit eines Verkaufes unseres Eigenheimes einen sehr großen Wertverlust.

Zusammengefasst heißt das für uns: Wir verlangen menschen- und umweltverträgliche Erdka- bellösungen. Andere, bereits fertig gestellte Projekte beweisen, dass die Verlegung sowohl in der offenen See als auch unterirdisch machbar sind: Ein Beispiel dafür ist die 580 Kilometer lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung zwischen den Niederlanden und Nor- wegen. Diese wird seit Jahren erfolgreich mit einer Gleichspannung von 450.000 Volt betrieben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

P.S. Bitte leiten Sie dieses Schreiben nicht an die TenneT TSO GmbH weiter. Danke.

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