Musterbrief 4

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An das
Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8

26122 Oldenburg

 

Einwendung im Raumordnungsverfahren Netzausbau Strom 380.000 Volt Überland-Stromtrasse Conneforde – Cloppenburg – Merzen und Konverterstationen, Trassenvariante   C

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei jedem neuen öffentlichen Vorhaben muss immer erneut die Frage gestellt werden: Ist das in Jahr- zehnten für die dann lebenden Menschen auch noch sinnvoll? Das kann ich bei der geplanten 380.000 Volt Überlan-Leitung beim besten Willen nicht erkennen. Im Gegenteil: Die durch den Stromfluss erzeugten elektromagnetischen Felder sind wahrscheinlich für uns Menschen schädlich. Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation hat magnetische Hochfrequenzemissionen als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. (Pressemitteilung der Agentur vom 31. Mai 2011)

Wir, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Nachkommen müssten die negativen Folgen tragen. Und haben wir nicht schon viel zu viele Krebstote und Krebskranke nicht nur in unserem Land? Die zahlreichen Anstrengungen in den vergangenen Jahrzehnten, die Umweltbelastungen für uns Men- schen immer weiter abzubauen, würden geradezu ad absurdum geführt. Ich werde jedenfalls nie meine Zustimmung zu dem geplanten Bau der 380.000 Volt Überland-Stromtrasse geben.

Falls die überirdische Trasse nicht aus dem Vorhabenkatalog gestrichen wird, werden ich und meine Familie mit allen juristischen Mitteln gegen den Bau der Überlandleitung vorgehen. Insbesondere für mich ist das – aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung – ein unvermeidlicher Akt der Notwehr. Denn zusätzlichen Aufregungen und Umweltbelastungen darf ich nicht ausgesetzt werden.

Es gibt doch eine menschen- und umweltverträgliche Lösung: Im Boden verlegte „Gasisolierte Stromübertragungsleitungen“. Es ist eine exzellente Altnative zu Überland-Stromtrassen und benötigt bei gleicher Übertragungsleistung deutlich weniger Platz. „Dank geringster elektromagnetischer Strah- lung“ sind diese „auch in der Nähe von Gebäuden“ einsetzbar. (Siemens, Gasisolierte Übertragungslei- tungen, Erlangen 2016)

Ich erwarte von Ihnen, vom regionalen Amt für Landesentwicklung Weser-Ems, dass Sie den Weg für diese Zukunftstechnologie freimachen. Bedenken Sie bitte: Die Gleichstrom-Erdverkabelung bedeutet weit mehr Bürgerakzeptanz. Auch bei uns – trotz dieser noch relativ teuren Technik. Jedoch hätten wir damit die Gewähr: Wir Menschen würden nicht noch zusätzlich mit Elektrosmog belastet, die Land- schaft in unserer schönen Heimat Cappeln und Cloppenburg würde so erhalten, wie wir sie schätzen und mögen!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

P.S. Bitte leiten Sie dieses Schreiben nicht an die TenneT TSO GmbH weiter. Danke.

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