Musterbrief 5

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An das
Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8

26122 Oldenburg

 

Einwendung im Raumordnungsverfahren Netzausbau Strom 380.000 Volt Höchstspannungsleitung Conneforde – Cloppenburg – Merzen und Konverterstationen, Trassenvariante C

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf dem Hintergrund des geplanten Baus der 380.000 Volt Überland-Stromtrasse bin ich in tiefer Sorge um das zukünftige Leben meiner Eltern sowie der in ihrer Nähe lebenden Verwandten und Freunde. Ihr Wohnhaus ist Teil ihrer Altersvorsorge.

Ich arbeite in________________________ und besuche mindestens einmal im Monat meine Eltern, die seit Jahrzehnten im schönen _________________________________ ihr Zuhause haben. Sie genießen sehr das Leben in der wohlgeordneten und freien Natur. Meine Eltern machen häufig ausgedehnte Spaziergänge und Fahrradtouren in der näheren und auch manchmal weiteren Umgebung. Große Freude haben sie an den zahlreichen vor Ort in freier Wildbahn lebenden Tieren.

Der von der 380.000 Volt Überland-Stromtrasse zweifellos ausgehende Elektrosmog wird große negative Einflüsse auf die hier in großer Anzahl lebenden Wildtiere, aber auch auf die Haustiere haben. Und was ist mit uns Menschen, dem Mittelpunkt der Schöpfung? Es gilt mehr oder weniger als unbestritten, dass die durch den Stromfluss erzeugten elektrischen und magnetischen Felder Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Von unter anderem erhöhten Herzrhythmusstörungen, erhöhter Herzinfarkthäufigkeit sowie erhöhtem Leukämierisiko wird in seriösen Medien berichtet. (Vgl. zum Beispiel Augsburger Allgemeine, 23.10.2015 und Münsterländische Tageszeitung, 19.07.2017)

Der von der geplanten Überlandstromtrasse ausgehende Elektrosmog birgt unkalkulierbare Risiken. Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation hat magnetische Hochfrequenzemissionen als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. (Vgl. International Agency for Research on Cancer, Pressmittelung 208, 31.05.2011) Zurzeit laufen Untersuchungen des Bundesamtes für Strahlenschutz zu gesundheitlichen Auswirkungen von Stromleitungen. (Vgl. Bundesamt für Strahlenschutz, Pressemitteilung, 11.07.2017) Die Ergebnisse sollen in etwa sechs Jahren vorliegen. Bevor in diesem Punkt nicht absolute Klarheit herrscht, also Gesundheitsrisiken nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden können, darf der Bau von Überland-Höchstspannungsleitungen nicht erlaubt werden.

Meine Eltern werden ein Leben mit der 380.000 Volt Überland-Stromtrasse nie akzeptieren können. Sie werden ihr seit Jahrzehnten gewachsenes Lebensumfeld, ihr mühsam erarbeitetes schönes Haus, ihren so sehr gehegten Garten aufgeben müssen. Im Falle der Notwendigkeit eines Verkaufes ihres Eigenheimes befürchten meine Eltern zu Recht einen sehr großen Wertverlust. Geld für vergleichbaren Ersatz haben sie nicht. Das empfinden sie und ich als große Ungerechtigkeit.

Dabei gibt es doch seit Jahrzehnten erprobte Alternativen: Erdverkabelungen. Schon jetzt werden in Städten, wo kaum Platz für Freileitungen vorhanden ist, Stromverbindungen ohnehin fast immer unter der Erde verlegt. Auch an Flughäfen, wo diese ein Sicherheitsrisiko für startende und landende Maschinen wären. Und was ist mit der Sicherheit meiner Eltern, ihrer Verwandten und Freunde? Ist deren Sicherheit weniger wert als die Sicherheit der Menschen, die in Städten wohnen oder in Flugzeugen reisen? Das ist für meine Eltern und mich unvorstellbar. Wir erwarten eine Erdverkabelung, also die ersatzlose Streichung der 380.000 Volt Überland-Stromtrasse aus dem Planungskatalog der Bundesrepublik Deutschland.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

P.S. Bitte leiten Sie dieses Schreiben nicht an die TenneT TSO GmbH weiter. Danke.

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